基于语料库的莫言《蛙》德译本探讨——以图里翻译规范为视角

发布时间:2022-04-13 19:58:11 论文编辑:vicky

本文是一篇德语论文,笔者以语料库为基础的翻译学作为本文的另一个理论参考。对不同语料库在翻译研究中所理解的内容给出了明确的定义。随后,本文概述了语料库翻译研究的历史发展和研究现状,这些研究主要局限于英语。几乎没有基于语料库的当代德国和中国文学翻译研究。

1  Einleitung

1.1 Themenauswahl

In der vorliegenden Arbeit soll die deutsche Übersetzung Frösche von Mo Yans Roman Wa anhand einer Verbindung der korpusbasierten quantitativen Datenevaluierung mit qualitativer Analyse sowie Interpretation untersucht werden. Um die translatorischen Behandlungsweisen  zu  begründen  wird  die  Normen-Theorie  von  Gideon  Toury  als theoretischer Anhaltspunkt eingeführt.

Mo Yan, einer der wichtigsten chinesischen Gegenwartsautoren, hat seit der Verleihung des  Nobelpreises  für  Literatur  im  Jahr  2012  heftige  Kontroverse  in  Deutschland angeregt und wurde auch erst seitdem in der breiten Öffentlichkeit bekannt, obwohl er schon  vor  der  Nobelpreisvergabe  zum  gewissen  Maße  Anerkennung  in deutschsprachigem Raum gewonnen hat. 

Mo Yans jüngster Roman Wa1  gilt als eine eingehende kritische Reflexion über die 50-jährige Geschichte, die sich um das heikle Thema Ein-Kind-Politik und den tragischen Einfluss der Geburtenplanung auf Einzelschicksale dreht. In diesem Roman setzt Mo Yan  auch  seinen  typischen  Schreibstil  ein,  der  tief  in  die  chinesische  Volkskultur eingebettet  ist  und  auch  vom  lateinamerikanischen  magischen  Realismus  beeinflusst wird.  Strukturell  ist  Wa  auch  ungewöhnlich:  die  ersten  vier  Kapitel  beginnen  mit Briefen vom Ich-Erzähler an einen Japaner und auf jeden Brief folgt ein langer Bericht des  Ich-Erzählers,  während  das  letzte  Kapitel  in  der  Form  eines  9-Takt-Dramas geschrieben ist.

1.2 Forschungsstand

Die deutsche Übersetzung von Mo Yans Werken begann schon im Jahr 1993 und bisher sind insgesamt acht seine Werke ins Deutsch übersetzt, darunter sieben Romane: Das rote  Kornfeld  (CN.  1987,  DE.  1993),  Die  Knoblauchrevolte  (CN.  1988,  DE.  1997), Trockener Fluss und andere Geschichte (CN. 1985, DE. 1997), Die Schnapsstadt (CN. 1992,  DE.  2002),  Der  Überdruss  (CN.  2006,  DE.  2009),  Die  Sandelholzstrafe  (CN. 2001, DE. 2009) und Frösche (CN. 2009, DE. 2013) sowie eine Erzählung: Wie das Blatt sich wendet (CN. 2009, DE. 2014). Die Forschungen über Mo Yans Werke und ihre  Übersetzungen  sowie  deren  ausländische  Rezeption  beschränken  sich  jedoch meistens  auf  den  englischsprachigen  Raum.  Die  Auseinandersetzungen  im deutschsprachigen Raum vollziehen sich meistens über die folgenden zwei Themen:

Erstens, über die Rezeption von Mo Yans Werken in Deutschland. In seiner Dissertation an  der  Universität  Köln  hat  Cui  Taotao  dieses  Thema  umfassend  behandelt. Werkanalyse, deutsche Übersetzungen und westliche Kritik wurden am Beispiel von sechs Mo Yans Romanen untersucht, darunter auch die jüngste Übersetzung Frösche. Cui  nahm  an,  dass  die  deutschen  Kritiker  erst  nach  dem  Erscheinen  von  der Übersetzung  Frösche  eine  „nahezu  180-Grad-Wende“7   gegenüber  Mo  Yan  wegen seiner heftigen Kritik an der Ein-Kind-Politik8  in diesem Werk vollzogen haben. Diese Annahme wurde jedoch von Ylva Monschein in Frage gestellt, der argumentierte, dass Mo Yan  die  Geburtsplanung  nicht  zum  ersten  Mal  im  Roman  thematisierte9 .  Wang Xiaohui  hat  die  Interpretation  des  „Magischen  Realismus“  von  Mo  Yan  in deutschsprachigen  Raum  untersucht  und  schlussfolgert,  dass  es  „durch  die volkstümliche Sprache, die besondere Struktur, eine mythologisierte Heimat und die ambivalente Schilderung von Romanfiguren“10  konstruierte.

2  Theoretische Grundlage

2.1 Deskriptive Translationswissenschaft

In  der  Geschichte  der  Sprachwissenschaft  wurden  übersetzte Texte  im Vergleich  zur originalen  Textproduktion  immer  als  minderwertig  und  zweitrangig  angesehen,  was sich jedoch seit dem 20. Jahrhundert allmählich geändert hat. Dazu haben Descriptive Translation Studies (DTS) maßgeblich Beiträge geleistet, die vor allem mit dem Namen Gideon  Toury  verbunden  sind,  der  unter  dem  Einfluss  der  von  Itamar  Even-Zohar entwickelten polysystem theory17  diesen Begriff einführte18. 

Zusammenfassend weisen DTS zwei auffällige Merkmale auf: 

Erstens  ist  die  höchste  Wertschätzung  der  empirischen  Daten.  Traditionelle Translationswissenschaft  setzt  normalerweise  eine  theoretische  Grundlage  oder  eine mögliche Schlussfolgerung voraus und beweist die Behauptung bei einer Auswahl von entsprechenden  Ergebnissen.  Im  Vergleich  dazu  steht  im  Mittelpunkt  der  DTS  die Überzeugung,  dass  Translationswissenschaft  als  eine  empirische  Wissenschaft betrieben  werden  kann/soll  und  deswegen  darauf  abzielt,  sowohl  reale Übersetzungstexte als auch -phänomene in Bezug auf die literarischen, kulturellen und historischen Kontexte zu untersuchen. 

So argumentierte Toury:

what constitutes the subject matter of a proper discipline of Translation Studies is facts of real life  rather  than  merely  speculative  entities  resulting  from  preconcerted  hypotheses  and theoretical  models.  It  is  therefore  empirical  by  its  very  nature  and  should  be  worked  out accordingly.  

2.2 die Normen-Theorie

Nach Sozialwissenschaftler gelten Normen als allgemeine Werte oder Ideen, die von einer bestimmten Gemeinschaft geteilt werden und bestimmen, was angemessen oder unangemessen ist, was vorgeschrieben oder verboten ist sowie was toleriert oder erlaubt innerhalb  dieser  Gemeinschaft  ist.  Sie  sind  Anweisungen  des  Verhaltens,  die  das Individuum im Laufe seiner Sozialisation erwerben oder erkennen kann.

Toury  führt  diesen  Begriff  im  Bereich  der  Translationswissenschaft  weiter:  da  das Übersetzen auch zu sozial-kulturellen Aktivitäten innerhalb bestimmter Gemeinschaft zählt21, fordert es die Übersetzer auf, in erster Linie eine soziale Rolle zu spielen und diese  Rolle  auf  eine  Weise  zu  erfüllen,  die  in  der  Gemeinschaft  der  Zielkultur  als angemessen  erachtet  wird.  Zur  Feststellung  der Angemessenheit  und Akzeptanz  der Übersetzung  müssen  sich  die  Übersetzer  auch  unter  einer  Reihe  von  Normen  der Zielkultur verhalten.

法语论文参考


3  Der chinesische Literaturnobelpreisträger Mo Yan in Deutschland .......... 15

3.1  Mo Yan und seine Werke in Deutschland ....................... 15

3.2  Der Roman Wa und dessen deutsche Übersetzung Frösche....................... 19

4  korpusbasierte Analyse ........................................ 25

4.1  das  Chinesische-Deutsche  Parallelkorpus  vom  Roman  Wa  und  dessen Übersetzung Frösche ................................... 25

4.2  Analyse auf der Wortebene .................................. 26

5  Begründung aus Perspektive Tourys Normen-Theorie ............................ 49

5.1  Operativnormen bei Hasses Übersetzung ........................... 49

5.2  Vornormen bei Hasses Übersetzung ...................................... 49


5  Begründung aus Perspektive Tourys Normen-Theorie


5.1 Operativnormen bei Hasses Übersetzung

Angesichts  der  quantitativen Analyse  sowie  qualitativen  Interpretation  im  Kapitel  4 lassen  sich  4  leitende  Operativnormen  beim  Hasses  Übersetzungsverfahren hervorheben:

1.  Formale  Normalisierung:  Nach  Mona  Baker  tendieren  die  Translators  dazu,  auf typische  Muster  der  Zielsprache  zurückzugreifen,  damit  der  übersetzte  Text Merkmale  eines  in  der  Zielsprache  verfassten  Textes  aufweist91  .  Die normalisierende  Tendenz  der  Übersetzung  Frösche  schlägt  sich  in  die  ähnliche Wortartendistribution  mit  deutscher  Gegenwartliteratur  und  die  Adaptation  der Satzzeichen wie Anführungszeichen zugunsten der Verständlichkeit der deutschen Leser nieder.

 2.  Inhaltliche  Explikation:  die  Übersetzerin  versucht  auf  multiple  Weise,  die Sachverhalte  des  Ausgangstextes  in  der  deutschen  Übersetzung  klarer auszudrücken. Sie fügt die im Originaltext fehlenden Konjunktionen hinzu, um die logische Verbindung zwischen Handlungen zu verdeutlichen. Außerdem expliziert sie  die  Andeutung  der  Figurenrede  durch  Einsatz  der  Ausrufezeichen  sowie zusätzlicher Erklärung. 

3.  Vereinfachung:  die  Übersetzerin  vereinfacht  beim  Übersetzungsverfahren  der Ausgangstext  auf  unterschiedliche  Weise  zugunsten  der  Lesbarkeit  der zielsprachlichen Leser: die durchschnittliche Satzlänge und die lexikalische Dichte sind beiden geringer als die der deutschen Gegenwartsliteratur, die längere Sätze werden ins kürzere zerteilt. 

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6  Schlusswort

 
Im  Zuge  der  vorliegenden Arbeit  wurde  die  deutsche  Übersetzung  Frösche  von  Mo Yans  Roman  Wa  aus  Perspektive  der  Normen-Theorie  von  Gideon  Toury  und  zwar aufgrund einer korpusbasierten quantitativen Analyse mit quantitativer Interpretation ausführlich thematisiert.

Zuerst  wurden  die  theoretischen  Grundlagen  im  Kapitel  2  vorgestellt,  wie  die Descriptive Translation Studies seit dem 20. Jahrhundert der Translationswissenschaft eine empirische Wende gebracht hat. Davon wurde große Aufmerksamkeit auf Gideon Toury  sowie  die  von  ihm  hervorgehobene  Normen-Theorie  geschenkt,  die  das Übersetzen  als  eine  sozial-kulturelle  Aktivität  innerhalb  bestimmter  Gemeinschaft definiert  und  führt  weiter,  dass  die  Übersetzungsaktivität  deshalb  auch  von  Normen dieser  Gemeinschaft  auf  drei  verschiedenen  Ebenen  gesteuert  wird,  nämlich  1)  die Ausgangsnormen,  die  anfängliche  Entscheidung  zwischen  Adäquatheit  und Akzeptabilität  der  Übersetzung,   2)  die  Vornormen,  die  Selektion  des  Originaltexts und die Toleranz gegenüber Übersetzen über eine dritte Sprache, 3) die Operativnormen, die konkreten Entscheidung beim Übersetzungsverfahren. 

Als  Nächstes  wurde  die  korpusbasierte  Translationswissenschaft  als  ein  anderer theoretischer Anhaltspunkt dieser Arbeit vermittelt. Eine klare Definition dessen wurde geliefert, was in der Translationswissenschaft unter verschiedenen Korpora verstanden wird. Anschließend  wurde  ein  Überblick  über  die  historische  Entwicklung  und  der Forschungsstand der Korpusübersetzungsstudien gegeben, die sich aber hauptsächlich auf Englisch beschränken. Korpusbasierte Übersetzungsforschung der deutschen sowie chinesischen Gegenwartsliteratur gibt es so gut wie keine.

参考文献(略)

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